Qualifikation zum Umgang mit dem Pferd im sozialen und gesundheitlichen Bereich (DKThR) – UPSG 

Pferdefachliche Grundlagenqualifikation mit Fokus auf das Pferd und seine Bedeutung für die pferdgestützte Therapie und Förderung 

Das Pferd steht im Mittelpunkt der Arbeit des DKThR als sensibler Partner in Bewegung, Beziehung und Interaktion. 
Die UPSG vermittelt die notwendigen pferdefachlichen Grundlagen für einen verantwortungsvollen und fachlich reflektierten Umgang mit dem Pferd und bereitet auf weiterführende Qualifizierungen im DKThR vor. 
Sie kann im Sinne des § 11 Tierschutzgesetz als Nachweis pferdefachlicher Sachkunde berücksichtigt werden.

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Start: 24. Oktober 2026

Ende: 27. Mai 2027

Umfang: 4 Module (Online und Präsenz)

Im Mittelpunkt der Arbeit des DKThR steht das Pferd als Partner, das über Bewegung, Beziehung und Interaktion in unterschiedlichen fachlichen Kontexten wirksam wird. 

Pferde nehmen feinste Signale des Menschen wahr und reagieren sensibel auf dessen Verhalten. 

Für die Teilnahme an den berufsbezogenen Fortbildungen zur Fachkraft des DKThR ist neben einer beruflichen Qualifikation auch eine fundierte pferdefachliche Grundlage erforderlich. 

Mit der UPSG (DKThR) stellt das DKThR eine auf die Anforderungen des sozialen und gesundheitlichen Einsatzes des Pferdes ausgerichtete Qualifizierung bereit. Sie dient als Eingangsvoraussetzung für weiterführende Fortbildungen zur Fachkraft des DKThR und ist eine Alternative zu reitsportlichen Zugängen wie dem Trainer C (FN). 

Die UPSG bereitet gezielt auf die Arbeit mit dem Pferd vor und schafft die Grundlage für einen verantwortungsvollen, fachlich reflektierten Umgang im jeweiligen Arbeitsfeld. 

Die im Rahmen der UPSG vermittelten Kenntnisse und Fertigkeiten können im Sinne der Anforderungen des § 11 Tierschutzgesetz als Nachweis pferdefachlicher Sachkunde in entsprechenden Antragsverfahren berücksichtigt werden. 

Die UPSG ist eine pferdefachliche Grundlagenqualifikation und Teil der Zugangsvoraussetzungen innerhalb des DKThRWeiterbildungssystems. 

Sie ist erforderlich für alle Qualifizierungen in den Fachrichtungen: 

  • pferdgestützte Pädagogik, Heilpädagogik und Traumapädagogik  
  • pferdgestützte Psychotherapie 
  • pferdgestützte Ergotherapie und Logopädie 

 Alternativ kann eine entsprechende pferdefachliche Qualifikation, mindestens auf dem Niveau des Trainer C des Pferdesports (FN) oder eines anerkannten Anschlussverbandes, als Eingangsvoraussetzung anerkannt werden. 

Zielgruppe

Die UPSG richtet sich an Personen, die im Anschluss eine Qualifizierung im DKThRSystem anstreben und dafür die erforderliche pferdefachliche Grundlage erwerben möchten. 

Angesprochen sind insbesondere Interessierte aus den Bereichen: 

  • Medizin 
  • Psychotherapie und Psychologie 
  • Pädagogik  

sowie Personen mit pferdefachlicher Vorerfahrung, die ihre Kenntnisse vertiefen, reflektieren und auffrischen, sowie gezielt weiterentwickeln möchten.

Ziel und fachliche Ausrichtung

Die UPSG vermittelt grundlegende Kompetenzen für die Arbeit mit dem Pferd als Partner und legt die Basis für einen bewussten und differenzierten Umgang sowie die Entwicklung eines feinen Dialogs in der Kommunikation zwischen Mensch und Pferd. 

Im Fokus stehen: 

  • das Verstehen des Pferdes als Lebewesen, 
  • der bewusste und verantwortungsvolle Umgang, 
  • sowie die Entwicklung einer partnerschaftlichen Begegnung und Kommunikation zwischen Mensch und Pferd. 

Die Qualifikation UPSG 

  • schafft die Grundlage für weiterführende Fortbildungen zur Fachkraft des DKThR, 
  • bereitet auf die Anforderungen des Pferdes in den unterschiedlichen Fachbereichen vor, 
  • Berechtigt jedoch nicht zur eigenständigen Durchführung von Angeboten. 

Die UPSG folgt einem klar strukturierten Lernweg: 

Kommunikation und Bodenarbeit → Voltigieren → Longieren → Arbeit unter dem Sattel 

Dieser Aufbau ermöglicht es, schrittweise: 

  • Verhalten und Bedürfnisse des Pferdes zu verstehen, 
  • Sicherheit im Umgang zu entwickeln, 
  • Begegnung und Kommunikation wahrzunehmen und gezielt zu begleiten und für die späteren Einsatzgebiete zu nutzen, 
  • und die Grundlage für die spätere fachliche Arbeit zu legen. 

Die Qualifizierung verbindet: 

  • praktische Arbeit mit dem Pferd 
  • theoretische Grundlagen 
  • sowie kontinuierliche Reflexion 

und unterstützt individuelle Lernprozesse durch: 

  • Videoanalysen und Lernaufträge 
  • enge Begleitung in kleinen Gruppen 

Sie versteht sich nicht als reine Technikschulung, sondern als Entwicklungsprozess im Zusammenspiel von Mensch und Pferd.

Die Qualifizierung ist modular aufgebaut und umfasst theoretische und praktische Anteile: 

Modul I: Kommunikation mit dem Pferd und Bodenarbeit 

  • Ethologie des Pferdes 
  • Verhalten, Wahrnehmung und Lernverhalten des Pferdes 
  • Grundlagen der Kommunikation zwischen Mensch und Pferd 
  • Dialog und Beziehung 
  • Grundlagen der Bodenarbeit und Ausrüstung 
  • Beobachtungsaufgaben 
  • Selbsterfahrung / Perspektivwechsel 

 

Modul II: Dialog und Beziehung / Bodenarbeit 

  • Dialog und Beziehung/Dialogfähigkeit und Beziehungsmuster 
  • Grundlagen der Bodenarbeit sowie Ausrüstung und darauf aufbauende Arbeit am Boden 
  • Besprechung Video Bodenarbeit 
  • Vertrauensbildende Maßnahmen 
  • Gelassenheitstraining 
  • Führtraining und Bodenarbeit 
  • Geführte Settings mit Selbsterfahrung 
  • Einsatz im pädagogischen und therapeutischen Arbeiten und die zu erlernenden Kompetenzen 
  • Verbindung zur Arbeit unter dem Sattel 
  • Einsatz von Hilfszügeln beim Longieren 
  • Arbeit am Kappzaum 
  • Haltung, Tierschutz und Pferdebeurteilung 
  • Anatomie und Veterinärkunde 
  • Sicherheit im Umgang mit dem Pferd 

Die Inhalte zu Tierschutz und Veterinärkunde werden durch eine qualifizierte Tierärztin bzw. einen qualifizierten Tierarzt vermittelt. 

Modul III: Voltigieren und Longieren 

  • Grundlagen der Voltigierarbeit und Longierarbeit 
  • Ausrüstung im Voltigieren/Longe 
  • Anatomie des Menschen 
  • Unterrichtskonzepte und Settings 
  • Skala der Ausbildung 
  • Entwicklung von Balance, Rhythmus und Koordination 
  • Bewegungsgefühl und Körperwahrnehmung 
  • Planung und Durchführung von Einheiten 
  • Auswertung von Videos im Gruppenkontext – Schwerpunkt Longieren 
  • Selbsterfahrung 
  • Didaktik und Methodik 
  • Reflexion der Teilnehmenden 
  • Veterinärkunde 
  • Aufbau der Muskulatur / Biomechanik des Pferdes 

Praxis Voltigieren:
Planung, Durchführung und Reflexion von Unterrichtseinheiten, Arbeit am Holzpferd und Movie, Gymnastik für Voltigierende, Selbsterfahrung 

Praxis Longieren:
Arbeit mit Longe und Langzügel, Selbsterfahrung, sinnvoller Einsatz von Hilfszügel 

Modul IV: Arbeit unter dem Sattel 

  • Reitlehre und Bewegungsdialog 
  • Ausbildungsskala des Pferdes und Ausbildungsskala des Reiters 
  • Gesunderhaltung und Ausgleichsarbeit 
  • Bewegungssehen und Bewegungstraining nach Eckard Meyners 
  • Pädagogische und methodische Grundlagen 
  • Ausgleichsarbeit für Therapiepferde 
  • Unterrichtserteilung/Unterrichtskonzepte 
  • Auftragsklärung 
  • Professionalisierung und Reflexion 
  • Persönlichkeitsentwicklung von Mensch und Pferd 
  • Vorstellung der Projektarbeit 
  • Abschluss 

Praxis:
Zusammenarbeit mit Pferdewirtschaftsmeistern als Experten in ihren Bereichen. Reiten unterschiedlicher Pferde mit den Schwerpunkten Takt, Losgelassenheit und Anlehnung, Sitzschulung sowie Durchführung von Unterrichtseinheiten.  

Entwicklung von individuellen Trainingsplänen, Stangenarbeit als sinnvolle Ergänzung für die Motivation und Gesunderhaltung von Pferden.  

Die Qualifizierung umfasst insgesamt 170 Lerneinheiten und wird im BlendedLearningFormat durchgeführt.  

Die Qualifizierung ist modular aufgebaut und folgt einem strukturierten Lernverlauf, der Online und Präsenzphasen miteinander verbindet und Theorie, Praxis sowie Reflexion kontinuierlich ineinandergreifen lässt. 

Sie gliedert sich in vier aufeinander aufbauende Module, die einen klaren fachlichen Entwicklungsweg abbilden. 

Modul 1 – Online 

Kommunikation Mensch und Pferd
Samstag, 24.10. bis Sonntag, 25.10.2026 

Das Modul findet online statt und bildet den Einstieg in die Qualifizierung. Es vermittelt grundlegende Zusammenhänge und bereitet die folgenden Präsenzmodule vor. 

Leitung: Ute Fingerle 

Abendseminare (2 Unterrichtseinheiten): 

  1. Abendseminar: Sicherheit im Reitstall und Umgang mit dem Pferd / Unfallverhütung
  2. Abendseminar: Rolle des Pferdes in der pädagogischen und therapeutischen Arbeit
    (Kompetenzen, Fähigkeiten, Ausbildung und Einsatzbereiche) 

Modul 2 – Präsenz 

Dialog und Beziehung / Bodenarbeit
Donnerstag, 28.01. bis Sonntag, 31.01.2027 | Anreise: Donnerstag Nachmittag
Veranstaltungsort: IG Therapeutisches Reiten Rhein-Nahe; Auf dem Höbelchen 3 in 55599 Wonsheim
Leitung: Dr. Susi Fieger und Ute Fingerle 

Das Modul findet als Präsenzveranstaltung statt und vertieft die in Modul 1 erarbeiteten Grundlagen im direkten Umgang mit dem Pferd.
Der Schwerpunkt liegt auf der praktischen Arbeit, dem Aufbau von Beziehung sowie der Umsetzung im gemeinsamen Handeln. 

Abendseminare (2 Unterrichtseinheiten): 

  1. Abendseminar: Theorie zur Unterrichtserteilung sowie Grundlagen des Voltigierens
  2. Abendseminar: Bewegungsdialog und Resonanzfähigkeit des Pferdes im Kontext der Arbeit

Modul 3 – Präsenz 

Voltigieren und Longieren
Samstag, 13.03. bis Mittwoch, 17.03.2027 | Anreise: Samstagnachmittag 

Veranstaltungsort: Pferdesport u. Reittherapiezentrum Gold-Kraemer-Stiftung; Paul-R.Kraemer Allee 100 in 50226 Frechen
Modulleitung: Inga Nelle und Ute Fingerle 

Das Modul findet in Präsenz statt und baut auch auf das vorherige Modul auf.
Der Schwerpunkt liegt auf der praktischen Arbeit in Bewegung sowie der Vertiefung von Körperwahrnehmung, Koordination und Anleitung von Übungen. Zudem wird das pferdegerechte Longieren angelehnt an das Einsatzfeld des Pferdes vertieft.  

Abendseminare (2 Unterrichtseinheiten): 

  1. Abendseminar: Vertiefung Veterinärkunde (z. B. Fütterung oder Erste Hilfe – abhängig von den Themen der Gruppe)
  2. Abendseminar: „Richtig Reiten reicht – aber was ist richtig?“ mit Alexandra Kappes

Modul 4 – Präsenz 

Arbeit unter dem Sattel
Samstag, 22.05. bis Donnerstag, 27.05.2027 
Veranstaltungsort: IG Therapeutisches Reiten Rhein-Nahe; Auf dem Höbelchen 3 in 55599 Wonsheim
Leitung: Dr. Susi Fieger und Ute Fingerle 

Abschlussmodul der Qualifizierung mit Schwerpunkt auf der Anwendung und Integration der erarbeiteten Inhalte in der Arbeit unter dem Sattel. 

Übergreifende Bestandteile der Qualifizierung 

Die Qualifizierung umfasst ein bis drei Supervisionsblöcke in Kleingruppen zu spezifischen Themen sowie im Rahmen der Projektarbeit und wird durch kontinuierliche Reflexionsprozesse begleitet. 

Die Projektarbeit wird im eigenen Umfeld (z. B. mit dem eigenen Pferd oder einer Reitbeteiligung) erarbeitet und ermöglicht es, Inhalte der Qualifizierung direkt in die Praxis zu übertragen und nachhaltig für die eigene Arbeit mit dem Pferd zu nutzen.  

Die Teilnehmenden werden in diesem Prozess durchgehend fachlich von den Lehrgangsleitungen begleitet. 

Zulassungsvoraussetzungen 

Für die Teilnahme müssen vor Beginn der Qualifizierung folgende Voraussetzungen erfüllt sein: 

  • Mindestalter: 18 Jahre 
  • Reitabzeichen 5 (dressurspezifisch möglich), Longierabzeichen 5 und Bodenarbeitsabzeichen 1 (gemäß APO) oder entsprechende äquivalente Abzeichen (Western/IPZV etc. gemäß APO) 
  • Erweitertes Führungszeugnis, nicht älter als sechs Monate 
  • Nachweis einer ErsteHilfeAusbildung (9 LE), nicht älter als zwei Jahre 
  • Einreichen von Videos  
  • Vor Beginn des Online-Moduls: Vorstellung in allen drei Grundgangarten 
  • Vor Beginn des 1. Präsenz-Moduls: “Bodenarbeit” – Aufgabenstellung wird im Online-Modul besprochen 

Hinweis: Die Mitgliedschaft im DKThR wird für die Zulassung zu den entsprechenden Abzeichen anerkannt. 

Praxisanteile und begleitende Anforderungen 

Während der Qualifizierung sind folgende Praxisanteile nachzuweisen: 

  • Hospitation Reiten (10 Stunden) 
  • Hospitation Voltigieren (10 Stunden) 

Ergänzend umfasst die Qualifizierung: 

  • videobasierte Aufgabenstellungen und Reflexion 
  • selbstständige Lernphasen 
  • wiederkehrender Austausch im Lernprozess

Struktur und Abschluss 

Die Qualifizierung wird innerhalb eines Zeitraums von etwa neun Monaten durchgeführt und umfasst: 

  • OnlineLerneinheiten und Selbststudium 
  • ein Online-Modul und drei Präsenzmodule 
  • kontinuierliche Lernbegleitung 
  • maximal 12 Teilnehmende 

Der Abschluss erfolgt durch: 

  • ein Kolloquium 
  • eine praktische Darstellung 

Nach erfolgreicher Absolvierung wird die Bescheinigung „Qualifikation zum Umgang mit dem Pferd im sozialen und gesundheitlichen Bereich (DKThR)“ ausgestellt.

Die Qualifizierung wird von erfahrenen und qualifizierten Lehrgangsleitungen durchgeführt und durch Expert:innen aus unterschiedlichen Fachbereichen ergänzt. 

Zum Lehrteam gehören unter anderem: 

  • Tierärztinnen und Tierärzte 
  • Pferdewirtschaftsmeister:innen 
  • Bewegungstrainer:innen (z. B. nach Eckart Meyners) 
  • Lehrtherapeut:innen aus den spezifischen Fachbereichen des DKThR 

Die Lehrgangsleitungen bilden sich regelmäßig fort, stehen im fachlichen Austausch mit anderen Verbänden/Institutionen und arbeiten kontinuierlich an der Weiterentwicklung des Qualifizierungskonzepts. Sie verfügen über entsprechende Trainerlizenzen sowie Ergänzungsqualifikationen.

Jetzt für die UPSG 2026/2027 anmelden

Start: 24. Oktober 2026

Ende: 27. Mai 2027

Umfang: 4 Module (Online und Präsenz)

  • Modul 1 – Online: Kommunikation Mensch und Pferd

  • Modul 2 – Präsenz: Dialog und Beziehung / Bodenarbeit

  • Modul 3 – Präsenz: Voltigieren und Longieren

  • Modul 4 – Präsenz: Arbeit unter dem Sattel

Ihre Ansprechpartnerin

Anna Auf der Landwehr
E-Mail
Tel. 02581/927919-2