Zwei Männer in Anzügen stehen nebeneinander auf einer Bühne, einer hält eine Auszeichnung und ein rotes Dokument.

Der Bundestrainer der Para-Fahrer (l.) ist mit dem Reiterkreuz in Silber geehrt worden. Die Auszeichnung überreichte Rainer Vriesen, Chef d`Equipe der Para-Fahrer. Foto: Pauline Krümpel

Auszeichnung für Bundestrainer der Para-Fahrer

Para-Fahrer Franz-Josef Melchers aus Greven ist mit dem FN-Ehrenzeichen in Silber geehrt worden. Im Rahmen des Landesfahrerballs in Wettringen überreichte Rainer Vriesen, Chef d`Equipe der Para-Fahrer, ihm diese Auszeichnung.

Der Bundestrainer der Para-Fahrer Ludger Schmeing aus Rheine ist mit dem Reiterkreuz in Silber ausgezeichnet worden. Im Rahmen des Landesfahrerballs in Wettringen überreichte Rainer Vriesen, Chef d`Equipe der Para-Fahrer, ihm diese Auszeichnung.

Als Bundestrainer hat Ludger Schmeing die Mannschaft der Para-Fahrer und -fahrerinnen seit 2010 insgesamt 16-mal bei Deutschen Meisterschaften betreut. Seit 2010 begleitete der 72-Jährige die Mannschaft auf insgesamt acht Weltmeisterschaften in Breda, Sandringham, Beesd, Kronenberg, Schildau, Exloo und zuletzt im vergangenen Jahr in Lähden. Er gewann mit den deutschen Para-Fahrern insgesamt vier Mal Gold- und vier Mal Silber in der Mannschaftswertung, außerdem sechs Mal Gold, sechs Mal Silber und drei Mal Bronze in der Einzelwertung. „Es ist meine ehrenvolle Aufgabe, dir für deine Erfolge und für deine Lebensleistung im Fahrsport im Namen der Deutschen Reiterlichen Vereinigung das Reiterkreuz in Silber zu überreichen“, sagte Rainer Vriesen bei der Übergabe der Ehrung. „Eine Para-WM ist immer wieder ein ganz besonderes Turnier“, betonte Vriesen, der mit Ludger Schmeing gemeinsam schon einige Male das deutsche Para-Team bei einer WM unterstützen durfte.

Schon als Kind hatte Ludger Schmeing mit Pferden zu tun. In den Fahrsport stieg er ein mit einem Scheckenpony namens Sam. Gemeinsam mit seinen Brüdern machte er mit diesem Pony die Welt unsicher. Er gründete zusammen mit Manfred Tebbe und seinem Bruder Josef die Fahrabteilung im Reitverein in Rheine-Catenhorn und war damit einer der ersten Veranstalter von Fahrturnieren in der Region. Erfolgreich war er schon in den 1980ern mit seinem Schimmelgespann Janka und Carina, damit ist er unter anderem Kreismeister geworden, und mit dem Schimmel Walzer. Mit der Warmblutstute Walesta fuhr er erfolgreich bis zur Klasse S. Ludger Schmeing unterstützte außerdem als Beifahrer Ludger Heeke aus Riesenbeck. Sie wurden Deutscher Meister 1992, Sieger in Windsor 1995 und waren auch WM- und EM-Teilnehmer.

Ludger Schmeing gehört zu den ersten Fahrlehrern in Westfalen. Neben vielen Traineraufgaben hat er lange als Landestrainer und Stützpunkttrainer für Westfalen und als Bundestrainer Jugend gearbeitet und die Vereine in Roxel und Mesum trainiert. Als Stammmitglied des Fahr- und Reitvereins Wettringen trainiert er immer noch die Fahrer seines eigenen Vereins. „Nach wie vor bildet er gemeinsam mit Heinrich Kemper und Tobias Fiefhaus Fahranfänger in Fahrlehrgängen aus und sorgt damit für den Nachwuchs in unserem Sport“, sagt Vriesen.

Text: fn-press